Dr. med. Fabio Sorrentino
Facharzt für Chirurgie FMH
Laserchirurgie FMCH
Metabolic Balance Betreuer

Allgemeine Chirurgie (Viszeralchirurgie)

Das Wort Viscera stammt aus dem lateinischen und beudeutet Eingeweide. Somit umfasst die Viszeralchirurgie die operative Behandlung des gesamten Verdauungstraktes (Magen, Dick-und Dünndarm, Enddarm/After, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse und Milz). Eingriffe der Bauchdecke (Leisten-, Bauchdecken- und Nabelbruch) sowie an der Schild- und Nebenschilddrüse.

Die Krampfadernchirurgie (Varizenchirurgie) gehört zum Gebiet der Gefässchirurgie. Diese befasst sich mit den Venenerkrankungen und den daraus resultierenden Folgen (offene Beine).

Die Abklärungen erfolgen meistens durch Dr. med. J.K. Allmann, der mit modernsten Techniken die betroffenen Venensegmente ausmacht und uns bei der Operationsplanung sehr behilflich ist. Dr. Allmann hat im Spital Menziken jeweils am Mittwoch eine angiologische Sprechstunde. Anmeldungen können von uns oder den Hausärzten durchgeführt werden.

Leistenbruch (Inguinalhernie)
Leistenbrüche gehören zu den häufigsten operationspflichtigen Erkrankungen überhaupt. In der Schweiz werden jährlich ca. 18.000 Leistenbruch-operationen durchgeführt. Ein Leistenbruch ist eine Ausstülpung des Bauchfells durch einen angeborenen odererworbenen Defekt in der Bauchwand. Männer sind 6 bis 8 x häufiger betroffen. Der Leistenbruch besteht aus 3 Anteilen, der Bruchpforte (Bauchwandlücke), dem Bruchsack (vorgefallenes Bauchfell) und dem Bruchinhalt (Teile von inneren Organen, die in den Bruchsack gerutscht sind). Die Entstehung eines Leistenbruchs im Erwachsenenalter hat meist mehrere Ursachen (multifaktoriell).

Die Leistenregion ist eine anatomische Schwachstelle. Prinzipiell liegt bei der Entstehung eines Leistenbruches immer eine Schwächung der Bauchwand in Kombination mit einer länger andauernden (Schwangerschaft, chronische Verstopfung, Prostatavergrößerung) oder kurzfristigen (Husten, Pressen beim Stuhlgang) Druckerhöhung des Bauchinnenraums vor. Weitere Risikofaktoren für die Entstehung von Leistenbrüchen sind Stoffwechsel-störungen, Eiweißmangelsyndrome und Übergewicht. Aber auch schwere körperliche Arbeit und Leistungssport können zu Leistenbrüchen führen.

Nabelbruch
Nach der Leistenhernie ist der Nabelbruch die zweithäufigste Hernie der Bauchwand. Die Nabelhernie des Neugeborenen nimmt eine Sonderstellung ein. Beim Nabelbruch kommt es praktisch nie zu einer Einklemmung. Sie ist die einzige Hernie, die spontan heilt: 98% bilden sich innerhalb von 2 Jahren zurück. Nach Vollendung des 2. Lebensjahres sollten alle Nabelhernien operativ beseitigt werden, da jede vierte nicht operierte Nabelhernie im Laufe des Lebens einklemmt. Auch heute noch stellt die Einklemmung eines Nabelbruchs mit Darmbeteiligung eine lebensbedrohliche Situation dar.

Narbenbruch
Beim Narbenbruch kommt es im Bereich einer Operationsnarbe zur Vorwölbung von Organen der Bauchhöhle. Sie tritt in 10-20% der Fälle nach einer Bauchoperation auf und ist eine der häufigsten spätpostoperativen Komplikationen in der Chirurgie. Ursache kann eine Bindegewebsschwäche sein, die wiederum häufig die Folge von Entzündungen einer ehemaligen Operationswunde ist. Narbenbrüche werden aber auch durch einen erhöhten Bauchinnendruck (Übergewicht, Lungenerkrankungen, vergrösserte Prostata) begünstigt.

Schilddrüse
Bei der Geburt wiegt die Schilddrüse zwei Gramm. Während der Kinder- und Jugendzeit wächst die Schilddrüse zunehmend und wiegt bei der erwachsenen Frau bis zu 18 g, beim Mann bis zu 25 g. In höherem Lebensalter wird sie dann wieder kleiner. Vergrösserung der Schilddrüse über diese normale Grösse hinaus wird als Struma (Kropf) bezeichnet.

Divertikulose/Divertikulitis
Unter einem Divertikel versteht man eine kleine umschriebene Ausstülpung der Darmwand, die sowohl im Dick- als auch im Dünndarm vorkommen kann. Bei mehreren reizlosen Divertikel nebeneinander spricht man von einer Divertikulose, kommt es zu einer Entzündung der Divertikel von einer Divertikulitis. Die genaue Ursache ist unbekannt. Man nimmt an, dass es durch einen erhöhten Druck im Darm (faser- und ballaststoffarme Kost), Veränderungen der Darmwand und eine Schwäche der Darmwand im Alter zu einer Divertikulose kommen kann.

Blinddarmentzündung
Die akute Appendicitis repräsentiert eine der häufigsten entzündlichen Erkrankungen des Magen - Darm - Traktes (Lifetime risk 6-7%). Der Altersgipfel liegt im 2 - 3 Lebensjahrzehnt, es gibt jedoch eine steigende Tendenz im Alter. Ursache der Entzündung ist eine Abflußstörung durch Obstruktion des Blinddarmes, z.B. durch einen Kotstein. Hierdurch kommt es zu einer Dilatation (Dehnung) der Wand mit nachfolgender Durchblutungsstörung und Entzündung des Organs. Sie kann spontan abheilen oder zur Perforation (Durchbruch) führen.

Gallenblase
Die Galle, die wir zur Verarbeitung von Nahrungsfetten brauchen, wird in der Leber produziert. Dabei werden zwischen 600 - 1500 ml Galle pro Tag produziert. In der Gallenblase wird dann die Galle eingedickt, wobei das Fassungsvermögen maximal 30-75 ml beträgt. Während der Nahrungsaufnahme zieht sich die Gallenblase zusammen, die Galle fliesst in den Zwölffingerdarm ab. Die Nahrungsfette können somit im Darm aufgenommen werden. Gallensteine entstehen durch eine Verschiebung des sogenannten Löslichkeitsgewichtes. Die Galle wird eingedickt durch überhöhte Cholesterin- oder Bilirubinübersättigung oder durch bakterielle Kontamination.

Gefässchirurgie
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